26Apr

Hannover Messe 2012: Weltweiter Informationsmarkt besonderer Art

Die Hannover Messe 2012 präsentiert sich als „weltweit wichtigstes Technologieereignis“ und hebt hervor: „Sie stellt aktuelle Trends und Lösungen für eine nachhaltige Produktion vor.“ Das trifft den Nagel auf den Kopf: Mit dem Messestand der Landesarbeitsgemeinschaften Niedersachsen und Bremen und ihrer Veranstaltung „Auftaktdialog“ am Eröffnungstag unterstreichen die Werkstätten den aktuellen Trend: die Einbeziehung beeinträchtigter Menschen in das allgemeine Erwerbsleben. Mehr als 180 Gäste aus Politik, Gewerkschaften, Verbänden, Wirtschaft und Werkstätten nahmen regen Anteil an der neuen Konzeption. Hier finden Sie die Gästeliste.

In Halle 6, der Aktionshalle der Werkstätten, hat besonders die Stippvisite von Werkstattbeschäftigten einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Doch das war erst der Auftakt, wie die Veranstalter deutlich machen. Ein Messeziel war es, durch Beispiele niedersächsischer Firmen auf die Möglichkeiten hinzuweisen, beeinträchtigten Menschen einen regulären Arbeitsplatz zu verschaffen. Das Verzeichnis der Unternehmen, die wegen ihrer Einstellungsbereitschaft mit einer Urkunde ausgezeichnet wurden, ist der beste Beleg für eine neue „Kultur des Entgegenkommens“.

Während der fünf Messetage bieten die Werkstätten an ihrem Gemeinschaftsstand A 40 in Halle 6 Beispiele für die Leistungsfähigkeit ihrer Einrichtungen, ihrer Mitarbeiterschaft und für das breite Spektrum ihres Leistungsumfangs dar. Mit zahlreichen Kurzfilmen und interessanten Power-Point-Präsentationen führen sie dem Messepublikum die Aufgabenstellung der Werkstätten, ihre Ziele und die angepasste Arbeit in den Werkstätten vor. Damit bilden Werkstätten eine wichtige Ergänzung zu einem der zentralen Messethemen: „Der Faktor Mensch in der digitalen Fabrik“.

Jede Messe ist immer auch ein politisches Ereignis. Die Anwesenheit von Werkstätten für beeinträchtigte Menschen ist selbst bereits ein Politikum. Das wurde besonders durch die Vorträge beim Auftaktdialog deutlich. Sie finden die Redebeiträge des LAG:WfbM-Vorsitzenden Detlef Springmann hier sowie des Gastreferenten Uwe Ilgenfritz-Donné, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, hier. Das Manuskript des Vortrages von Sozialministerin Aygül Özkan liegt noch nicht vor. Sobald es uns zugegangen ist, stellen wir es hier ein.

Foto o.r.: Das Markenzeichen der Hannover Messe von 1947. Mehr über die Messegeschichte finden Sie hier.

Foto u.: Ein Blick ins Auditorium während des Auftaktdialoges am 23.04.2012

Wir bedanken uns bei Elke Franzen, Lebenshilfe Braunschweig, für die Bereitstellung des Fotos.

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26. April 2012 // Politik